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Erst ein Müllprojekt und dann ein Krankenhaus

Nach dem Erfolg mit der neuen Geburtsstation in Sabou/ Burkina Faso ist das Gesundheitsministerium mit der Bitte an die Stiftung herangetreten, auch in Serekeni eine Gesundheitsstation zu errichten.

Serekeni ist in der Provinz Kénédougou , etwa 120 km (aber 3 Stunden Autofahrt)von Burkinas zweitgrößter Stadt enfernt und nur 34 km von der Grenze zu Mali, in einer relativ fruchtbaren gegend.

Bei unserem ersten Besuch vor Ort, das bestehende Krankenhaus ist wohl nicht zu retten, wurde aber schnell klar, dass das Dorf vor allem ein Müllproblem hat, das zuerst gelöst werden muss. Das Wichtigste scheint zu sein, den Menschen den Zusammenhang zwischen Hygiene und Gesundheit nahe zu bringen.

Waum es so viel Müll in Serekeni gibt? Die Tatsache, dass es den Menschen hier etwas besser geht als im restlchen Burkina Faso, resultiert aus der Fruchtbarkeit. Zuckerrohr, Reis und Mangos bescheren den Dorfbewohnern etwas mehr Kleingeld im Geldbeutel...... mehr Konsum, vor allem von westlichen Konsumgütern, geht immer mit mehr Müll einher... denn  Müll hatte man ja bisher nicht.Alles wurde in Blätter gewickelt, der vorhandene organische Müll war in kürzester Zeit verrottet oder von Ziegen und Co aufgefressen. Jetzt gibt es aber Plastiktüten, Verpackungen, Milchpulverdosen etc.....

Die Stiftung hat sich mit einem französischen Partner,der Association Kynarou, der schon sehr erfahren ist im Müllthema zusammengetan und wir haben noch eine Gruppierung , SEEPATaus Bobo- Dioulasso mit ins Boot geholt, die sich Hygiene, Abfallbeseitigung und Wasserschutz auf die Fahnen geschrieben hat.

In einem ersten Projekt geht es um die Sensibilisierung der Dorfbevölkerung für das Thema Hygiene und Gesundheit. Dieses Projekt wird vom BMZ gefördert udn umfasst Ausbildungen für sogenannte Hygieneclubs und Komitees im Dorf und in den Schulen ebenso wie Besuche in allen Haushalten des Dorfes.

Der zweite Teil, das große Müllprojekt, wird von der Hanns-Seidel-Stiftung in München gefördert und beinhaltetdie Ausrüstung und die Schaffung der nötigen Infrastruktur wie  die Anlage einer Mülldeponie, die Anlage von Kompostanlagen bei den Haushalten, aber eben auch die nachhaltige Ausbildung der Akteue, die sich in der Zukunft slebständig um die Abfallwirtschaft im Dorf kümmern sollen.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Reproduzierbarkeit des Projektes für andere Dorfgemeinschaften und die damit einhergehende Stärkung der Kommune.