Schulische Bildung ist gut....
... aber ist in Mauretanien leider kein Garant für eine sorgenfreie, berufliche Zukunft.
Ab dem Schuljahr 2025/2026, das im Oktober 2025 begonnen hat, nehmen wir keine neuen Gymnasiaten mehr zum Förderunterricht auf. Wir haben aber 20 junge neue Schüler, die die Grundschule besuchen, bei uns begrüüßen können.
Das ist der Hintergrund: Wer in Atar Abitur hat, muss zum Studium nach Nouakchott, füür die meisten Familien ist das unbezahlbar, für die jungen Frauen indiskutabel ohne Begleitung... die meisten Abiturienten arbeiten dann doch auf dem Markt und verkaufen Brot oder Wasser... sehr unbefriedigend für alle.
Einmal pro Monat gibt es für die Kinder des Viertels, die nicht ins Jugendzentrum kommen, eine sättigende Mahlzeit, die Mame S zubereitet.
Wir haben ein neues Projekt in Atar aufgelegt, zusammen mit der Pfarrei, die sogenannte "Bibliothèque". Es handelt sich hier um beruflsbildenden Unterricht in verschiedenen Disziplinen.
Nachzulesen ist alles unter dem Projekt Bibliothek Atar ..
Das Jugendzentrum
"La Porte de l'Espoir" bedeutet für Kinder in Afrika: Schulbesuch, Ausbildung, Wissen.
Das Zentrum bietet den eigentlich benachteiligten Kindern von Atar/Maretanien eine Chance auf bessere Bildung und damit auf eine lebenswerte Zukunft in ihrem Heimatland.
Die Kinder bekommen tägliche Hausaufgabenhilfe, Förderunterricht und Einzelbetreuung. Regelmäßiger Besuch der öffentlichen Schule ist dafür Voraussetzung. Das bewahrt die Kinder u.a. vor Verwahrlosung auf der Straße. Sie machen deutliche Fortschritte in der Schule und üben nebenbei soziales Verhalten ein: Toleranz, Kooperation, Hygiene, ...
Am Abend gibt es eine nahrhafte Mahlzeit - für viele die einzige am Tag!
Wie kam es zur Gründung des Kinderhorts?
Susanne Heckmann verbringt seit Jahren den Winter bei Freunden in Mauretanien, weil das warme und trockene Klima ihren alten Knochen gut tut. Dort lernte sie eine ganz tolle Frau kennen: Mame Sy (sprich: Mam-si), die stille, sanfte Frau eines Polizeioffiziers.
Mame Sy arbeitete morgens in einem P.M.I. (protection maternelle et infantile). Nachmittags machte sie die Runde in ihrem Viertel, besuchte die ärmsten Familien und schaute nur still, wo es am meisten fehlte. Abgelegte Kleidung oder ab und zu ein kleiner Sack Reis, gespendet z.B. von befreundeten Touristen - denn Mame Sy kommt mit ihren 5 Kindern selbst nur knapp über die Runden - , lösten da große Freude aus.
Als Susanne Heckmann sie wieder einmal begleitete, begrüßte sie einen kleinen Jungen, der mit seinen Freunden im Straßenstaub spielte. Ein hübscher Kerl und anscheinend sehr aufgeweckt. Aber er ist nicht in der Schule, obwohl doch Schulpflicht herrscht! Erst als Mame Sy sie diskret darauf hinweist, sieht sie es: der Junge hat nur ansatzweise Finger an seinen kleinen Stummelhänden. Diesen genetischen Defekt hat Amadou von seinem Vater geerbt. Und an seinem ersten Schultag ist er derartig verspottet worden, dass er seitdem lieber zuhause bleibt. Mame Sy kümmert sich um den Jungen und seine Familie, wie sie sich auch um andere Kinder kümmert, die auf der Straße leben, Hunger haben, unterernährt sind. Aber sie möchte nachhaltiger helfen.
Ihr Traum war ein Kinderhort: nach dem Schulschluss um 14 Uhr und einer Pause wollte sie einige der ärmsten Kinder einsammeln und von 16 - 18 Uhr betreuen - Hausaufgaben, Nachhilfe; anschliessend ein gutes Essen - für viele die einzige Mahlzeit des Tages - damit die Kinder mit zufriedenem Magen schlafen gehen könnten. Die beiden Frauen beschlossen, es zu wagen. Und der Kinderhort war gegründet.
Presseartikel
Finanzierung
Natürlich wissen wir, dass viele von Ihnen schon eigene 'Projekte' haben, z.B. Patenkinder in aller Welt.
Wir bitten sie nicht um große Beträge. Vielmehr sind es die kleinen Dinge, die helfen. Ideal wäre ein stetig rieselndes Rinnsal von kleinen Beträgen, auf die Mame Sy sich verlassen könnte. Ein Dauerauftrag von 10 Euro z.B. koennte für 10 Tage ein Kinderessen sicher stellen (20 Euro 20 Essen, 30 Euro 30 Essen ...).
Die Zahl der betreuten Kinder beträgt immer 100 bis 105 Kinder. Sie können also schon mit wenig Geld viel bewirken! Regelmäßige Spenden sind sehr willkommen.. Selbstverständlich sind auch einmalige Gaben sehr gern gesehen! Vielen herzlichen Dank schon mal an dieser Stelle!
Jeder Euro, der mit dem Hinweis "Mauretanien" auf das Stiftungskonto überwiesen wird, fließt direkt dem Jugendzentrum zu.
Erfolgreiche Entwicklung
Susanne Heckmann verbringt die Wintermonate in Atar (Mauretanien) und kümmert sich um den Fortbestand des Projektes. Und erfreut sich daran, daß das Projekt so gut bei den Kindern ankommt. Viele Kinder betteln darum, im Hort aufgenommen zu werden. Der Hort ist von ursprünglich 9 Kindern auf inzwischen 50 Kinder angewachsen - Tenzenz weiter steigend.
Als Erfolg ist zu vermelden, daß von 16 zur Prüfung angetretenen Kindern 14 die Aufnahmeprüfung zum Collège (Realschule) geschafft haben!! Fast unglaublich, wenn man bedenkt, aus welchen sozialen Verhältnissen die Kinder kommen. Zukünftig sollen die nachrückenden Kinder auch verstärkt in handwerklichen Fähigkeiten unterrichtet werden, vor allem das Gärtnern wäre sehr wichtig!
Helfen sie uns, dass wir den Kindern eine Chance geben können.
Zur Situation vor Ort
Susanne Heckmann berichtet von Ihren langjährigen Reisen nach Mauretanien:
So soll es weitergehen
Seit März 2016 gehören die Kinder der Porte de l`Espoir zur Main dans la Main-Familie.
Die Stiftung Main dans la Main freut sich, La Porte de l`Espoir, das wunderbare Projekt von Frau Susanne Heckmann aus Regensburg weiterführen zu dürfen.
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