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03.09.21

Serkeni krempelt die Ärmel hoch

Serekeni ist ein größeres Dorf in Burkina Faso/Westafrika, an der Grenze zu Mali und zur Elfenbeinküste. Die Gemeinde hat sich vorgenommen, neue Wege bei der Müllentsorgung zu gehen. Dies wird zunehmend dringlich, weil „neue Arten“ von Müll, z. B. diverser Verpackungsmüll, auch in den ländlichen Gegenden sich buchstäblich beginnt zu häufen und die Gemeinden vor ganz neue Herausforderungen für deren Entsorgung stellt. So sind auch die auf dem Gemeindegebiet vorhandenen wilden Deponien mitunter Ursache für eine Zunahme an hygienebedingten Erkrankungen, die im örtlichen, ohnehin sanierungsbedürftigen und damit schnell überforderten Krankenhaus zur Behandlung kommen.

Main dans la Main/Stiftung Kirchmann für Afrika wurde von der Gemeindeverwaltung gebeten, sowohl zunächst bei der Schaffung einer lokalen Müllentsorgung als auch bei der Sanierung des örtlichen Krankenhauses zu unterstützen. Die Stiftung hat sich mit dem französischen Büro KYNAROU einen technischen Partner gesucht, der über die notwendige Expertise auf diesem Sektor in Burkina Faso verfügt. Als Vorgehensweise wurde festgelegt, im ersten Schritt eine Informations- und Sensibilisierungsarbeit rund um den Umgang mit dem „neuen Müll“ und den Gefahren einer unsachgemäßen Entsorgung (z. B. des Verbrennens) oder Deponierens für die Gesundheit und Umwelt für die lokale Bevölkerung vorzunehmen, und im zweiten Schritt die Strukturen für die technische Müllentsorgung zu legen und die Gemeindeverwaltung bei dem Aufbau der administrativen Schritte (z. B. Gebührenerhebung und –verwaltung) zu unterstützen.

Die Stiftung hatte das Glück, für den ersten Schritt, die Sensibilisierungsphase, eine Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu erhalten. Für die zweite Phase, die technische und administrative Umsetzung des Müllbeseitigungsprojekts, hat sich die in München ansässige Hanns-Seidel-Stiftung bereiterklärt, das Vorhaben im Rahmen ihrer eigenen Projektarbeit in Burkina Faso, welches sich auf Dezentralisierung und Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit, Wirtschaftsförderung und Konfliktprävention in Westafrika konzentriert, zu fördern. Damit ist das Projekt, wie die Stiftungsvorstände Hanns-Peter und Felicitas Kirchmann sagen, „rund“. Jetzt kommt neuer Schwung in die Gemeinde Serekeni!

Die Arbeiten starten noch im September 2021 in Burkina Faso mit der Unterzeichnung der Verträge zwischen der Stiftung Kirchmann und den lokalen Partnern.