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Das Jugendzentrum

"La Porte de l'Espoir" bedeutet für Kinder in Afrika: Schulbesuch, Ausbildung, Wissen.

Das Zentrum bietet den eigentlich benachteiligten Kindern von Atar/Maretanien eine Chance auf bessere Bildung und damit auf eine lebenswerte Zukunft in ihrem Heimatland.

Die Kinder bekommen tägliche Hausaufgabenhilfe, Förderunterricht und Einzelbetreuung. Regelmäßiger Besuch der öffentlichen Schule ist dafür Voraussetzung. Das bewahrt die Kinder u.a. vor Verwahrlosung auf der Straße. Sie machen deutliche Fortschritte in der Schule und üben nebenbei soziales Verhalten ein: Toleranz, Kooperation, Hygiene, ...

Am Abend gibt es eine nahrhafte Mahlzeit - für viele die einzige am Tag!

Wie kam es zur Gründung des Kinderhorts?

Susanne Heckmann verbringt seit Jahren den Winter bei Freunden in Mauretanien, weil das warme und trockene Klima ihren alten Knochen gut tut. Dort lernte sie eine ganz tolle Frau kennen: Mame Sy (sprich: Mam-si), die stille, sanfte Frau eines Polizeioffiziers.

Mame Sy arbeitete morgens in einem P.M.I. (protection maternelle et infantile). Nachmittags machte sie die Runde in ihrem Viertel, besuchte die ärmsten Familien und schaute nur still, wo es am meisten fehlte. Abgelegte Kleidung oder ab und zu ein kleiner Sack Reis, gespendet z.B. von befreundeten Touristen - denn Mame Sy kommt mit ihren 5 Kindern selbst nur knapp über die Runden - , lösten da große Freude aus.

Als Susanne Heckmann sie wieder einmal begleitete, begrüßte sie einen kleinen Jungen, der mit seinen Freunden im Straßenstaub spielte. Ein hübscher Kerl und anscheinend sehr aufgeweckt. Aber er ist nicht in der Schule, obwohl doch Schulpflicht herrscht! Erst als Mame Sy sie diskret darauf hinweist, sieht sie es: der Junge hat nur ansatzweise Finger an seinen kleinen Stummelhänden. Diesen genetischen Defekt hat Amadou von seinem Vater geerbt. Und an seinem ersten Schultag ist er derartig verspottet worden, dass er seitdem lieber zuhause bleibt. Mame Sy kümmert sich um den Jungen und seine Familie, wie sie sich auch um andere Kinder kümmert, die auf der Straße leben, Hunger haben, unterernährt sind. Aber sie möchte nachhaltiger helfen.

Ihr Traum war ein Kinderhort: nach dem Schulschluss um 14 Uhr und einer Pause wollte sie einige der ärmsten Kinder einsammeln und von 16 - 18 Uhr betreuen - Hausaufgaben, Nachhilfe; anschliessend ein gutes Essen - für viele die einzige Mahlzeit des Tages - damit die Kinder mit zufriedenem Magen schlafen gehen könnten. Die beiden Frauen beschlossen, es zu wagen. Und der Kinderhort war gegründet.

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Finanzierung

Natürlich wissen wir, dass viele von Ihnen schon eigene 'Projekte' haben, z.B. Patenkinder in aller Welt.

Wir bitten sie nicht um große Beträge. Vielmehr sind es die kleinen Dinge, die helfen. Ideal wäre ein stetig rieselndes Rinnsal von kleinen Beträgen, auf die Mame Sy sich verlassen könnte. Ein Dauerauftrag von 10 Euro z.B. koennte für 10 Tage ein Kinderessen sicher stellen (20 Euro 20 Essen, 30 Euro 30 Essen ...).

Die Zahl der betreuten Kinder hängt also direkt von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab. Sie können also schon mit wenig Geld viel bewirken! Wir sind davon überzeugt, daß es einige unter Ihnen gibt, die monatlich 5 oder 10 Euro (oder beliebig mehr!) für Mame Sys Kinderhort entbehren können. Selbstverständlich sind auch einmalige Gaben sehr gern gesehen! Vielen herzlichen Dank schon mal an dieser Stelle!

Jeder Euro, der mit dem Hinweis "Mauretanien" auf das Stiftungskonto überwiesen wird, fließt direkt dem Jugendzentrum zu.

Erfolgreiche Entwicklung

Susanne Heckmann verbringt die Wintermonate in Atar (Mauretanien) und kümmert sich um den Fortbestand des Projektes. Und erfreut sich daran, daß das Projekt so gut bei den Kindern ankommt. Viele Kinder betteln darum, im Hort aufgenommen zu werden. Der Hort ist von ursprünglich 9 Kindern auf inzwischen 50 Kinder angewachsen - Tenzenz weiter steigend.

Als Erfolg ist zu vermelden, daß von 16 zur Prüfung angetretenen Kindern 14 die Aufnahmeprüfung zum Collège (Realschule) geschafft haben!! Fast unglaublich, wenn man bedenkt, aus welchen sozialen Verhältnissen die Kinder kommen. Zukünftig sollen die nachrückenden Kinder auch verstärkt in handwerklichen Fähigkeiten unterrichtet werden, vor allem das Gärtnern wäre sehr wichtig!

Helfen sie uns, dass wir den Kindern eine Chance geben können.

Zur Situation vor Ort

Susanne Heckmann berichtet von Ihren langjährigen Reisen nach Mauretanien:

Mauretanien ist eines der ärmsten Länder, ist ca. 3x so gross wie Deutschland und besteht fast ganz aus Wüste. Seit 2005 war ich mindestens einmal pro Jahr dort, zunächst auf Wüstentouren mit Freunden, die letzten vergangenen Winter stationär in Atar. Atar, die Regionalhauptstadt des Adrar, hat etwa 25.000 Einwohner und einen hohen Anteil in Armut Lebender. In all den Jahren konnten wir die ganz allmähliche Entwicklung eines bescheidenen Wohlstands beobachten oder vielleicht besser: einen leichten Rückgang der Armut. Das war das Verdienst einer Fluglinie, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, in dieser Region (Adrar) den Tourismus zu fördern, der praktisch die einzige Verdienstmöglichkeit der dortigen Bevölkerung ist. Diese Fluglinie, die einzige, die Atar und damit die touristischen Zentren des Adrar anflog, brachte jeden Sonntag ca.150 überwiegend französische Touristen ins Land, Gruppen, die zu Fuss oder auf dem Kamelrücken die Wüste durchwanderten und die alten Weltkulturerbestädte Chinguetti und Ouadane mit ihren berühmten Bibliotheken besuchten. Das bedeutete für die Menschen dort Beschäftigung für viele Guides, Chancen für Frauenkooperativen und Boutiquen, ihre Kunstgewerbeartikel zu verkaufen, Kunden für Hotels und Aubergen, für Restaurants und Lebensmirttelgeschäfte. Bis, ja bis die Franzosen ihre seit 2008 bestehende strenge Reisewarnung im Internet dahin gehend konkretisierten, dass sie eine besonders gefährliche 'Rote Zone' festlegten, die diese beiden alten Städte einschließt und weite Bereiche der schönsten Dünenlandschaften - die 'Touristenmagneten' schlechthin. Resultat: die französischen Tourismusunternehmen dürfen Gruppenreisen in diese Gegenden nicht mehr anbieten, die Fluglinie musste Anfang Januar 2011 ihre Flüge einstellen - die letzte Maschine transportierte noch ganze 9 Passagiere. Die Folge war, dass in den Städten kein Tourist mehr war und viele Geschäfte und Herbergen wieder geschlossen wurden... Fakt ist, dass das Adrar in diesem ohnehin wohl friedlichsten Land Nordwestafrikas die am besten abgesicherte Zone darstellt, und dass die Franzosen tief in dieser 'Gefahrenzone' nach Erdöl und anderen Bodenschätzen (u.a. Gold, Uran) suchen. Aber Frankreich wurde nach einigen Vorfällen in Niger und Mali von der AQM (Al-Qaida im Maghreb) zum Feind Nr.1 erklärt. Anscheinend nun, um der hypothetischen Gefahr zuvor zu kommen, dass ein französischer Tourist entführt werden könnte - was wie gesagt in dieser Gegend höchst unwahrscheinlich ist - , stürzt der Quai d'Orsay jetzt ca. 10.000 Menschen ins Elend, die fast ausschliesslich vom Tourismus gelebt haben. Betroffen sind natürlich in erster Linie die Kinder, von denen ein grosser Teil unterernährt ist. Unter ihnen sind auch viele Waisenkinder, die z.T. permanent auf der Strasse leben. Viele Menschen sterben früh, weil sie im Krankheitsfall die Kosten für Krankenhaus und Medikamente nicht aufbringen können. Mame Sy engagiert sich, und ich sage ganz lieb "bitte, bitte!" und grüße Euch herzlich. Helft mit, die kleine Tür zur Hoffnung offen zu halten!

So soll es weitergehen

Seit März 2016 gehören die Kinder der Porte de l`Espoir zur Main dans la Main-Familie.

Die Stiftung Main dans la Main freut sich, La Porte de l`Espoir, das wunderbare Projekt von Frau Susanne Heckmann aus Regensburg weiterführen zu dürfen.

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